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Elisa Bischoff gewinnt Silber bei Weltmeisterschaft!

22.07.2019

Bei der Weltmeisterschaft der Jungzüchter im Stadl-Paura in Österreich kam Baden-Württemberg mit dem Juniorteam auf den 9. Platz, mit dem Seniorteam auf Platz 11. Sieger wurde Hannover vor Holstein. 20 Teams hatten teilgenommen. Die Entscheidungen waren überall sehr knapp und eine Theoriefrage bzw. eine Note entschied oft über mehrere Plätze.

Beim Juniorteam waren Kathrin Kreuzer, Enya Farrenkopf (beide ZV Odenwald-Bauland), Jasmin Gross (ZV Heilbronn) und Hanna Reiff (ZV Esslingen-Nürtingen) das erste Mal bei einer Weltmeisterschaft am Start.  Für Jasmin war es der erste überregionale Wettbewerb überhaupt. Die „Youngsters“ haben sich achtbar geschlagen. Jedoch war ihnen das Glück nicht immer holt. Besonders beim Mustern – wo am Bundeswettbewerb super Ergebnisse erzielt werden konnten – gab es beim Pferdelosen große Herausforderungen. Aber alle waren nervenstark und konnten ihre Runden ordentlich zu Ende laufen. Kathrin überzeugte in der Theorie mit vollen 100 Punkten, Jasmin schaffte es auf 96 Punkte. Hanna und Jasmin hatten im Freispringen ein gutes Auge und wurden mit einer Platzierung belohnt. Enya hatte im Beurteilen die Pferde richtig rangiert und durfte eine Schleife dafür entgegen nehmen.

Jens Pfefferle (ZV Saulgau), Skrollan Grom, Lisa Banzhaf  (beide ZV Leonberg-Ludwigsburg u. U.) und Elisa Bischoff (ZV Nordbafen-Süd) vertraten das ältere Team. Lediglich Elisa Bischoff war bereits 2017 im WM-Erfolgsteam. Die anderen drei hatten ebenfalls Startpremiere an einem überregionalen Wettbewerb. Bei den Senioren ist die Konkurrenz sehr stark, die meisten Teilnehmer sind schon jahrelang als Jungzüchter auf Wettbewerben aktiv. Elisa behielt die Nerven, als ihr Pferd beim Mustern von einem vorbeigaloppierenden Pferd erschreckt wurde. Sie wurde dafür mit dem Silbertitel im Mustern belohnt. Ihre Peitschenführerin Lisa konnte sich ebenfalls mit einer souveränen Runde unter den Top Ten platzieren. Auch im Beurteilen konnte sich Lisa in die Platzierung einreihen. 

Die Baden-Württemberger wurden von Simone Mainka und Antje Kurzweg betreut, Es gab viele neue Eindrücke, z. B. beim Mustern: bei internationalen Jungzüchterwettbewerben  herrscht Helmpflicht beim Pferdeführen. Somit musste auch im Vorfeld neben dem Lernen der Abstammung auf Englisch, auch das Mustern mit Helm geübt werden. In der Theorie war ein 70-seitiger Fragebogen zu lernen, von welchem 20 Fragen zu beantworten waren, plus eine unbekannte „Jokerfrage“. Natürlich zählte auch das Freispringen, wie üblich, als vierte Disziplin zum Wettbewerb. Mittlerweile auf 6 Kriterien pro Pferd erweitert; so dass bei 7 Pferden 42 Noten vergeben werden mussten. Eingebürgert hat sich auch der Herausbringwettbewerb, bei welchem die Besonderheiten der einzelnen Länder und Kulturen gut sichtbar wurden.

Ein besonderer Dank geht an Christian Harscher aus Laichingen, Norbert Freistett und Team in Urspring, Till Gaab mit Team vom Gestüt Spitzenhof und Familie Gieck in Leonberg, bei denen die Jungzüchter sehr intensive Lehrgänge hatten. Alle haben sich viel Mühe gegeben, ihre Erfahrung weiterzugeben, auch mit englischen Fachbegriffen.

Es ist eine herausragende Leistung dieser jungen Leute eine so konzentrierte Teamarbeit „abzuliefern“. Das Training hat sich gelohnt, trotz allem Stress mit langen Anfahrtswegen, Schulabschluss, Abitur, Turnierreiten, Heuernte und familiären Terminen. Baden-Württemberg kann stolz sein auf seinen Züchternachwuchs, der sich in einer neuen Aufbauphase befindet, welche hoffen lässt.

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