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Stuten auf dem Prüfstand – Stutenleistungsprüfungen Reiten 2019

11.03.2019

Unerlässlich für die Aussage über die züchterischen Qualitäten einer Stute sind neben der Beurteilung des Typs, der Qualität des Körperbaus und der Bewegung an der Hand bzw. im Freilaufen die Erkenntnisse der Überprüfung unter dem Sattel. Ist die Qualität, die die Stute an der Hand zeigt, auch unter dem Sattel gegeben?

Die angebotenen Leistungsprüfungen sollen den Züchtern die Möglichkeit zur objektiven Bewertung geben und die Vergleichbarkeit zu anderen Stuten schaffen. Die Stutenleistungsprüfung ist keine Voraussetzung für die Eintragung ins Stutbuch. Jedoch kann der Titel „Staatsprämienstute“ ohne Leitungsprüfung nicht vergeben werden.


Stutenleistungsprüfungen sind Leistungsprüfungen im Sinne des Tierzuchtgesetzes und können als Stationsprüfung (14 Tage) oder als Feldprüfung (1 Tag) durchgeführt werden. Qualifizierte Richter bewerten die Stuten altersgemäß, analog einer Reitpferdeprüfung unter dem eigenen Reiter bzw. dem Stationsreiter in den Grundgangarten unter dem Sattel und zusätzlich im Freispringen. Ein qualifizierter Ausbilder für junge Pferde beurteilt als Fremdreiter die Rittigkeit zudem vom Sattel aus. Zusätzlich zu den Merkmalen Schritt, Trab, Galopp, Rittigkeit und der Springanlage (Freispringen) wird in der Stationsprüfung das Interieur (Charakter, Temperament, Leistungsbereitschaft, Konstitution) der Stute bewertet. Bei der Feldprüfung ist die Bewertung des Interieurs aufgrund der kurzen Prüfungsdauer nicht möglich. Eine Stationsprüfung hat zudem den Vorteil, dass alle Stuten unter gleichen Bedingungen von erfahrenen Reitern auf den Abschlusstest vorbereitet werden.


Als Prüfungsergebnis werden eine gewichtete Gesamtnote, eine dressurbetonte und eine springbetonte Endnote ausgewiesen. Die Einzelmerkmale werden dabei - ihrer Bedeutung im Zuchtprogramm entsprechend - gewichtet. Nach Beendigung des abschließenden Tests erfolgt die öffentliche Bekanntgabe der Endergebnisse der einzelnen Stute. Der Besitzer jeder Stute erhält ein Zeugnis über das erzielte Endergebnis, aus dem die Bewertungen der einzelnen Merkmale sowie die Durchschnittsleistungen der Prüfungsgruppe ersichtlich sind.


Der Rassebeirat hat auch für dieses Jahr die Förderung von Nachkommen der ersten Jahrgänge der im Lande stationierten Hengste bei Nachkommens- und Zuchtstutenprüfungen beschlossen. Nachkommen von Be Careful, Feriado, Icare D´Olympe AA, Ituango xx, Kaiserstolz, Quiwitino, Rock My Soul und Topas können diese Förderung in Höhe von 100,- Euro erhalten, wenn sie eine Leistungsprüfung 2019 erfolgreich beendet haben.


Die erste Prüfung für Stuten und Wallache findet in diesem Jahr auf dem Gestüt Birkhof in Donzdorf statt. Am 6. Mai können sich Reitpferde und Reitponys (E I) dem Urteil der Richter Gerd Sickinger und Dr.Dr. Herbert Beiter sowie des Fremdreiters Simon Metz stellen. Meldeschluss ist am 8. April. Im Anschluss an die Leistungsprüfung findet ein Jungpferdeturnier statt.


Ausschreibungen und Anmeldeformulare sind unter www.pzv-bw.de sowie im Reiterjournal veröffentlicht. Detaillierte Informationen zur Leistungsprüfung finden Sie auch im jeweiligen Zuchtprogramm.


Auf allen Prüfungsterminen besteht die Möglichkeit, Stuten in das Stutbuch aufnehmen zu lassen. Auch Stuten, die nicht an der Prüfung teilnehmen, können zur Eintragung vorgestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Zuchtverbandes.

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