Pferdezuchtverband
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Württemberger Wallach Chicago Preisspitze bei SüdAuktion in München

„Alles okay“, mit diesen Worten schloss Auktionator Uwe Heckmann die 6. Süddeutsche Reitpferdeautkion am 30. April in München-Riem. Den Spitzenpreis von 60.000 Euro erzielte der fünfjährige Wallach Chicago abstammend von Corofino II aus einer Mutter von Loving Dancer. Der coole Schwarzbraune kam im Stall Schreckenhöfer in Neuler (Baden-Württemberg) zur Welt. Bei den Süddeutschen Hengsttagen 2009 hatte Chicago seinen ersten offiziellen Auftritt in München-Riem. Für 20.500 Euro ersteigerten Beate und Karl Wieland aus Gaildorf den nicht gekörten Hengst und förderten Chicago gezielt im eigenen Zucht- und Ausbildungsstall in Rosenberg bei Bühlerzell weiter. Einen weiteren Auftritt hatte Chicago im November 2010 beim Süddeutschen Freispringchampionat in Ellwangen: Das Richterteam um Nationenpreisreiter Holger Hetzel bewertete ihn mit 8,9 – Platz drei. Beim dritten süddeutschen Auftritt des Wallachs, der bereits Springpferdeprüfungen der Klassen L und M mit Noten bis 9,0 gewonnen hat, setzte sich die begeisterte Pferdesportlerin Gudrun Morales de Los Rios in der Auktion gegen Bieter aus den USA durch und ersteigerte für 60.000 Euro den Wallach. Chicago wird künftig auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem eine Box beziehen. Seine neue Besitzerin besitzt bereits drei Pferde und hat sich mit dem Kauf einen großen Traum erfüllt. Die temperamentvolle Amazone will den Wallach weiter ausbilden lassen und mit ihm ihr großes Reitabzeichen ablegen.
Heiß begehrt dank seiner überragenden Bewegungsmechanik war der dreijährige Cabernet von Ciacomini/Carthago aus der Zucht von Volkmar Schulz aus Pöllwitz. Der Rappschimmelhengst, ausgestellt von Wilhelm Haepke aus Sehnde, avancierte mit 42.000 Euro zum teuersten Dressurpferd der Kollektion. Familie Limbecker, die auf Gut Adelsried am Starnberger See einen elitären Aufzucht- und Ausbildungsstall betreibt, sicherte sich den bewegungsopulenten Schimmel. Mit ihm wird es voraussichtlich ein Wiedersehen bei den Süddeutschen Championaten in Nördlingen geben.
In München-Riem legten viele interessierte Reiter einen Zwischenstopp auf dem Weg zu den Weltcup-Finals in Leipzig ein. Zahlreiche Gebote kamen via Telefon aus dem Ausland aber in Riem hatten die Inlandskäufer die Nase vorn. Unter anderem sicherte sich Rene Tebbel aus Emsbühren im Bieterduell gegen Sportpferde IB Berger den sechsjährigen Conteur-Sohn Curt Cobain S. Der von Familie Sommer aus Simbach/Inn gezogene und ausgestellte Wallach soll sich nun für die Bundeschampionate 2011 qualifizieren. Roland Heindle, Vorsitzender der bayerischen Hengsthalter, sicherte sich für seinen Reit- und Fahrhof Heindle den vierjährigen Chello-Sohn Conner, den das Landgestüt Sachsen-Anhalt ausstellte. Mehrfach glühte die Leitung zwischen München und Menslage – Heinrich Ramsbrock war mehrfach aktiv und fündig.
Das neue Team um Auktionsleiter Carsten Lenz und die neue bayerische Vermarktungsbeauftragte Damaris Lelke hat sich sehr gut geschlagen. Lenz gelang es hervorragend, die teilweise am Fototermin noch sehr „grünen“ Auktionspferde in der Vorbereitungsphase weiter zu fördern, am Auktionstag präsentierte sich das Lot in einem hervorragenden Zustand. Dank großer Unterstützung von Thomas Münch, dem Geschäftsführer der Süddeutschen Vermarktungs GmbH, sowie am Auktionswochenende von den Verkaufsleitern Roland Metz und Detlev Schmitz war in München ein schlagkräftiges Vermarktungsteam aktiv. Käufer und Verkäufer waren rundum zufrieden mit der sehr gelungenen Auktion, die begleitet von einem Late-Entry-Turnier, einer Sonderpräsentation, dem PM-Seminar und dem zeitgleichen Riemer Jungpferdecup sehr viel Zuspruch in der Öffentlichkeit fand.
Die 23 angebotenen Reitpferde erzielten einen Durchschnittspreis von 17.282,61 Euro. Georg Ochs, Vorsitzender des veranstaltenden Landesverbandes der Bayerischen Pferdezüchter e.V. zeigte sich mit dem erzielten Ergebnis zufrieden. „Wir haben einmal mehr reell vermarktet und die Preise erzielt, die der Markt momentan hergibt. Auf Dauer wird unser süddeutsches Team sicherlich noch weiter zusammen wachsen. Der eingeschlagene Weg ist der richtige, wir werden künftig sicherlich noch deutlich mehr von den süddeutschen Synergien profitieren können“, kommentierte Ochs, der am Auktionstag seinen 52. Geburtstag feierte, die Auktion. Alle Ergebnisse auf www.suedpferde.de
- Dateien:
Statistik_Auktion_2011-2_1_.pdf